Wie Trauma in die innere Freiheit führen kann

15.04.2020 von Anne-Kathrin Koch

Eigentlich wollte ich diese Geschichte nie öffentlich erzählen, geschweige denn, schwarz auf weiß auf Papier bringen. Denn ich weiß, dass manche Leute mich für diese Geschichte angreifen werden, Dinge verdrehen, anderer Meinung sein und meinen werden, sie wüssten es besser. Für manche wird es gefundenes Fressen sein.

Doch in einer Zeit, in der es so viel Leid gibt und so viel Trauma passiert und reaktiviert wird, braucht es Geschichten und Beispiele von Menschen, die Leid und Trauma überwunden haben und deshalb Hoffnung geben können.

Und ich merke, dass ich es nicht verantworten kann, Hoffnung und Erfahrung zu verwehren und damit vielleicht sogar Leben zu retten, nur weil ein paar Leute mich vielleicht angreifen werden.

Und so will diese Geschichte erzählt werden.


Vor ein paar Jahren durchlebte ich eine sehr traumatische Erfahrung. Sie kam unerwartet. Innerhalb weniger Stunden wurde mir ((fast) alles genommen. Alles, woran ich geglaubt und wofür ich mich engagiert hatte, wurde mir weggerissen. Meine Freunde waren plötzlich nicht mehr meine Freunde, sondern wurden zu Übeltätern. Mein Lebensinhalt wurde mir genommen und verwehrt. Alles, worauf ich jahrelang gebaut hatte, war mit einem Mal weg.

Es fiel nicht einfach so weg. Ich wurde aktiv ausgestoßen, verhöhnt, gedemütigt, verflucht und nicht mehr gekannt.
An dem für mich vorher sichersten Platz, gab es nunmehr weder Schutz noch Halt, sondern statt dessen Angriff und Gewalt.

Ich war im Schock und traumatisiert, und es fühlte sich an, als wäre mir mein ganzes Leben und der Boden unter meinen Füßen weggerissen worden. Wie bei einem fetten Erdbeben, das alles platt macht. Mein Leben war erschüttert und in sich zusammengefallen.
Ich war innerlich ausgezogen, nackt, am Boden, und jeder Sinn war verschwunden. Und ich hatte eine sch... Angst. Verraten, betrogen, misshandelt, verachtet.
Und dann wurden noch öffentlich sehr offensichtliche Lügen verbreitet und mein Name durch den Dreck gezogen.


Und während mir alles genommen war, und ich auch kein Lebens-Sinn mehr sah, ich vor mich hin vegetierte und versuchte, irgendwie aus diesem Schock heraus zu kommen (zum Glück war ich vorher bestens ausgebildet worden und hatte Werkzeuge!), stellte ich etwas Eigenartiges fest:

Ich stellte fest, dass, obwohl alles weg war, ich immer noch da war.

Ich kam in Kontakt mit einer Essenz in mir, die ich nur als Spirituell beschreiben kann. Eine Essenz, die frei war. Unkaputtbar und unsterblich. Und ich erkannte, dass mir alles genommen werden kann - und mir dennoch nichts passieren kann, aufgrund dessen, was ich bin.


Unter diesem Schmerz, unter diesem Trauma und unter aller Verzweiflung, Resignation, Verletzung, Angst und Albträumen, war da immer noch dieses Licht - war da immer noch dieser Teil, dem Nichts und Niemand etwas anhaben konnte.

An diesem Ort war ich unsterblich.

Es war eine erstaunliche, überraschende und schwer in Worte zu fassende Erfahrung. Doch sie lehrte mich, dass unabhängig von dem was ist, mir nichts passieren kann. Obwohl passiert, was passiert, und ich auf einer ganz praktischen und alltäglichen Ebene sehr wohl angreifbar und verwundbar bin, gibt es eine sehr viel tiefere Ebene, auf der nichts passieren kann.

Und allein für diese Erfahrung hat sich die andere Erfahrung gelohnt!


Während auf dieser Welt gerade so viel Leid passiert und Traumata ihre Wege in unser Bewusstsein finden, und ich dir nicht versprechen kann, dass nichts passieren kann, so kann ich dir trotzdem eins versprechen:

DIR, deiner spirituellen Essenz, dem, was du bist, kann nichts passieren!


Ich hoffe, dass das Teilen meiner Geschichte in dir ein Funken anregt, dass du Ausschau halten kannst, nach dieser Tiefe und diesem Teil in dir; nach deiner Essenz, die unkaputtbar, unantastbar und frei ist; nach dieser Ebene, auf der du unsterblich bist, und auf der dir nichts passieren kann.



Freundliche Worte lese ich gerne in den Kommentaren unter diesem Blog. Andere werde ich einfach löschen ;-)  

Und wenn dich dieser Blog-Beitrag inspiriert, teile ihn bitte - teile die Hoffnung! Denn es gibt sie, und du kannst sie finden.


Alles Liebe,
Anne-Kathrin

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6 Kommentare

Catherine

Liebe Anne-Kathrin, DANKE für Deinen Mut, Dich zu zeigen, Dein Vorangehen, Dein Teilen. Sehr wertvoll! Ich finde, das ist eine Ostergeschichte.

Antwort von Anne-Kathrin Koch

Hey Catherine,

dankeschön! Und danke für den Gedanken mit Ostern- soweit hatte ich noch gar nicht gedacht, aber stimmt, da stimme ich dir zu! :-)

Beate Haltern

Liebe Anne-Kathrine, wow, Danke für's teilen Deiner Geschichte. Scham und Schuld, die Verhinderer wahrer Begegnungen, hast Du in dem Fall gebrochen. So etwas ist Wahrhaftigkeit. Das Heilmittel für Beziehungen. Danke für Dich:-) Fühl Dich umarmt.

Antwort von Team Anne-Kathrin Koch

Danke liebe Beate für deine lieben Worte :-) Ich drück dich auch. xx

Andrea Jürgens-Mayer

LIebe Anne-Kathrin,
stark, dake für!s Teilen! Da wird deutlich, warum Jesus gesagt hat: liebet eure Feinde! Denn sie bringen uns mit unseren teifsten Ängsten in Beruhrung und wenn wir es schaffen, da durch zu gehen, sind wir frei. Neulich bin ich auch durch so einen Angstprozess durch und anschließend wurde mir plötzlich klar, was Jesus mit dem Satz meinte: In der Welt habt ihr Angst, doch fürchtet euch nicht, ich habe die Welt überwunden... (Weltb=Angst)
Bei mir wurde Gott als Erziehungsmittel missbraucht und ich freue mich immer, wenn mir wieder die wahre Bedeutung dieses Menschwerdungsbuches klar wird!
Ein Herzensdrücker auch von mir!
Andrea

Antwort von Anne-Kathrin Koch

Danke dir, liebe Andrea! (hug)

Christine

Liebe Anne-Kathrin,

einfach DANKE, DANKE, DANKE... Es berührt mich sehr... und das ist auch die Erfahrung, die ich durch Corona gerade erleben darf.

Herzensgrüße
Christine

Antwort von Anne-Kathrin Koch

:-* Du bist auch echt 'ne coole Socke! :-)

Marte

Sehr spannend zu lesen und klar berührt es mich auch. Zuerst dachte ich: ‚Was, Anne-Kathrin kann doch so etwas nicht erlebt haben!‘ Doch dann wurde mir mal wieder klar: Wenn wir durch solche Zeiten gehen und unseren inneren Kern, der immer da ist, erkennen und wertschätzen, dann gehen wir gestärkt daraus hervor. Das merke ich dir an. Auch ich drücke dich ganz dolle, denn du bist unzerdrückbar stark. ;-)
Und besonderen Dank auch an Andrea Jürgens-Mayer - so schöne Worte, die ich persönlich erfühlen konnte.

Antwort von Anne-Kathrin Koch

Danke dir, liebe Marte! wuuuusch (hug) xx

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