Wie du unterschiedliche Bedürfnisse in der Beziehung überbrücken kannst

26.10.2022 von Anne-Kathrin Koch


Kennst du es, dass es in einer Beziehung unterschiedliche Bedürfnisse gibt? Vielleicht habt ihr ein unterschiedliches Nähe Distanz Bedürfnis, vielleicht unterschiedliche Bedürfnisse bezüglich Aktivität und Ruhe, Essen oder Schlaf. Und führen die unterschiedlichen Bedürfnisse manchmal zu Konflikten oder machen euch das Leben schwer? Dann ist dieser Blog für dich.

Prinzipiell ist überhaupt nichts daran verkehrt, dass es in einer Beziehung unterschiedliche Bedürfnisse gibt. Schließlich sind wir auch verschiedene Menschen, und wir haben nun mal verschiedene Vorlieben, Interessen und auch verschiedene Bedürfnisse. Wenn in einer Partnerschaft die Partner als Individuum eher unterschiedlich sind, dann wird es auch immer wieder Herausforderungen geben, um die Unterschiede zu vereinen. Während wenn die Partner von ihrem Typ her eher ähnlich sind, spielt das keine so große Rolle, dafür werden der Alltagstrott und die Langeweile eher Thema sein. So oder so, Beziehungen bleiben eine Lernerfahrung. 

Die Falle im Umgang mit unterschiedlichen Bedürfnissen

Unterschiedliche Bedürfnisse per se sind also kein Problem, wichtig ist nur, dass es trotzdem genug Gemeinsamkeiten und Verbundenheit gibt und ihr euch nicht in den Machtkämpfen verstrickt. Das ist nämlich die Falle bei unterschiedlichen Bedürfnissen:

Konflikte und Streitereien entstehen, weil jeder dafür kämpft, seine eigenen Bedürfnisse erfüllt zu kriegen. Und der Streit heißt: wessen Bedürfnisse werden zuerst erfüllt?

Dabei geht es in unserer Mentalität immer um ein "Entweder-Oder". Also entweder so wie ich will - oder so wie du willst. Entweder ich opfere mich auf und verbiege mich - oder du musst dich aufopfern und dich verbiegen. Und das macht natürlich keiner gerne, denn es beengt, es fühlt sich nicht gut an, und es kann auf Dauer sogar die Beziehung kosten.

Berücksichtige auch die berufliche Situation

Es kann hilfreich sein, die beruflichen Alltag eines jeden mit zu berücksichtigen, um einander besser verstehen zu können.

Zum Beispiel: wenn du in einem Beruf bist, in dem du den ganzen Tag mit Menschen zu tun hast und den ganzen Tag reden musst, dann kann es einfach sein, dass du abends eher ein Bedürfnis nach Ruhe hast, keine oder nur wenige Menschen sehen magst oder auch einfach mal gerne die Klappe hältst. Wenn dein Partner allerdings den ganzen Tag geschwiegen hat, wird er abends eher plaudern wollen.

Oder wenn du den ganzen Tag beruflich in Bewegung bist, willst du dich abends vielleicht nicht nochmal bewegen, sondern eher Aktivitäten im Sitzen oder Liegen nachgehen. Aber wenn dein Partner den ganzen Tag gesessen hat, möchte er (oder sie) vielleicht noch in Bewegung kommen.

Hier kann es also helfen, ein Verständnis für die unterschiedlichen Bedürfnisse in der Beziehung zu entwickeln, wenn wir unser Leben und das des anderen mehr in einem gesamten Kontext betrachten.

Unterm Strich und unabhängig von unseren ganzen Unterschieden und unterschiedlichen Bedürfnissen sind wir Menschen jedoch ziemlich simpel: Wir wollen uns einfach nur geliebt fühlen.

So geht es in dem Konflikt eigentlich nur um das Gefühl von Liebe.

Unterschiedliche Bedürfnisse vereinen und überbrücken ist als Thema sehr vielschichtig und es gäbe soviel mehr dazu zu sagen und zu betrachten. Doch für heute und diesen Artikel möchte ich mich auf einen wesentlichen Tipp beschränken, mit dem du schon ziemlich weit kommen kannst.

So schaffst du die Brücke

Die Falle ist also das Denken und Erleben von "Entweder-Oder" und einem dem zugrunde liegenden Mangel. Für beide scheint es nicht zu reichen. Dementsprechend braucht es für eine Antwort und Lösung ein Denken und Erleben von "Sowohl-Als-Auch". Also deine Bedürfnisse UND die des anderen gleichzeitig und gleichwertig. Die Erfüllung deiner Bedürfnisse UND die des Anderen.

Der Kopf wird dafür keine Antworten finden, denn du kannst nur entweder gemeinsam früh aufstehen oder gemeinsam spät aufstehen, oder halt getrennt aufstehen; in die Berge in Urlaub fahren oder an den Strand. Reden oder nicht Reden, etc.
Doch was wäre, wenn es jenseits dieses Mangels ein "Sowohl-Als-Auch" gäbe? Wenn es eine Möglichkeit der Verbindung gäbe, jenseits der Verstandes-Ebene? Was wäre, wenn es eine gute Lösung für alle Beteiligten gäbe?

Um zu dieser Lösung und Antwort zu kommen, lass dich tiefer sacken. Geh in Kontakt mit deinem Herzen. Öffne dich für ungeahnte Möglichkeiten. Sei willens, die Möglichkeit in Erwägung zu ziehen, dass es eine Antwort gibt.

Wenn du nicht länger willens bist, faule Kompromisse zu schließen, und dich mit Offenheit und Beharrlichkeit auf gute Lösungen ausrichtest, werden Ideen auftauchen, die euch vielleicht sogar überraschen. In jedem Fall werden sie sich gut an fühlen, ihr werdet euch frei und gleichzeitig verbunden fühlen, und die Aufopferung und der Streit treten völlig in den Hintergrund.
Das Denken bringt dich nicht unbedingt hin. Dein Herz jedoch findet den Weg.

Wie dein Gehirn dir hilft

Vielleicht erscheint dir das zu simple oder auch zu weit hergeholt, dich einfach nur mit deinem Herzen zu verbinden und dich für Möglichkeiten zu öffnen. Lass es mich anders erklären.

Kennst du es, dass du dir ein neues Auto eines bestimmten Herstellers kaufen willst - und plötzlich siehst du auf der Straße überall dieses Auto fahren? Oder, als du dir ein bestimmten Typ Mantel kaufen wolltest, ist er dir in Geschäften immer wieder ins Auge gesprungen? Oder, als du schwanger warst, hast du überall Schwangere und Eltern gesehen?
Nun, unser Gehirn verfügt über einen Reizfilter und lässt nur die Informationen durch, die wir aufgrund bisherigem Wissen und Erfahrungen als wichtig erachten. Und wenn du dir z.B. ein neues Auto kaufen willst, gibst du deinem Gehirn den Auftrag, die Informationen über dieses Auto als wichtig einzustufen und zu dir durchzustellen. Sprich, dein Gehirn filtert gemäß deiner Absicht.

Wenn du nun also dich von dem "entweder-oder" löst und die Absicht hast, ein "sowohl-als-auch" und Gemeinsamkeiten und Lösungen zu finden, macht sich dein Gehirn direkt an die Arbeit und filtert die Gedanken und Eindrücke raus, die dieser Absicht entsprechen. Und so findest du dann plötzlich Wege und Möglichkeiten, die du vorher noch nicht gesehen hast oder die es vielleicht auch vorher noch nicht gab.

Cool, oder?

Deine nächsten Schritte, um unterschiedliche Bedürfnisse zu vereinen

Ja, es ist ein Prozess und es braucht etwas Beharrlichkeit. Faule Kompromisse wären einfacher, funktionieren aber höchstens kurzfristig. Doch wenn du am Ball bleibst, dich nicht mit weniger zufrieden gibst, als du haben könntest und wirklich einen guten Weg für euch beide finden möchtest, dann wirst du Erfolg haben! Du wird (d)einen Weg finden, die unterschiedlichen Bedürfnisse zu überbrücken und eine Ebene von Freiheit, Verbundenheit und Leichtigkeit für euch kreieren.

Wenn du mehr darüber lernen und meine Unterstützung dafür möchtest, dann buch dir dein kostenfreies Startgespräch und lass uns schauen, wie ich dir behilflich sein kann.-> zum kostenfreien Startgespräch

Sei gnädig mit dir, es ist ein Prozess. Doch gib auch nicht auf, nur weil es manchmal mühsam ist! Das gute Ergebnis wird die Mühe wert sein!


Alles Liebe und frohes Schnaufen,

Anne-Kathrin

P.S.: Wenn dich dieser Artikel inspiriert hat, teile ihn bitte großzügig und lass mich in den Kommentaren hier unten wissen: Wie fühlt es sich an, wenn du die Möglichkeit eines "Sowohl-Als-Auch" in Erwägung ziehst?

 

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