Wie die Inspiration mich fand

10.02.2014 von Anne-Kathrin Koch

Letztes Jahr auf einem Weihnachtsmarkt erzählte mir ein Bekannter von seiner Überforderung mit privater und beruflicher Arbeit, als Folge und gefolgt von Ehe-Problemen. Es waren keine Beschwerden als solches (du weißt schon, solche die sich immer wiederholen und quengelig klingen, ohne den nötigen Antrieb zur Veränderung zu haben), vielmehr brachte er seine Verzweiflung und Resignation zum Ausdruck. Er war einfach ein Mann, der sein Bestes gab und es für alle, insbesondere für seine Familie richtig machen wollte, dabei aber selbst außen vor und unverstanden blieb. Ein tragischer Held eben.

Während ich ihm zuhörte, öffnete sich mein Herz in Mitgefühl und antworte auf seinen Hilferuf. Ich reichte innerlich zu ihm hinaus und ließ soviel Unterstützung und Trost hinüberströmen, wie ich vermochte. Ich wollte einfach Freund sein und ihm die Erlaubnis, die er sich selbst nicht geben konnte, geben - die Erlaubnis, sich selbst mit einzubeziehen und sich selbst Freund sein. Das war keine große Sache und auch wenn es vielleicht von seinem bewussten Verstand unbemerkt blieb, hat es möglicherweise doch einen Unterschied gemacht.

Für mich hat es definitiv einen Unterschied gemacht! Denn diese Begegnung hat in mir den tiefen Wunsch gerührt, meinen Leuten vor Ort, in meiner Welt, zu helfen. Es war der Wunsch, dir und euch etwas anzubieten und zur Verfügung zu stellen, was sich für dich machbar anfühlt, auf das du ohne Aufwand und im stillen Kämmerlein, zugreifen könntest, und was dir in mühevoller oder gar dunkler Zeit ein Licht sein könnte. Mit diesem Wunsch und meiner Sehnsucht, Freund zu sein und meine Welt ein bisschen heller und freundlicher zu verlassen als ich sie vorgefunden hab, betete ich um Inspiration. Ich bat, dass mir ein Weg gezeigt werden würde, weil es mir soooo am Herzen liegt.

So kam mir der Gedanke von einem Blog, aber ich hatte noch keine Idee der Umsetzung, geschweige denn Inhalt. Doch dann, eines morgens ein paar Tage später, als ich noch wach im Bett lag, wie ich es gerne tue, erfasste mich die Welle: ich stand auf und wollte mich zuerst fertig machen, doch ich erkannte, dass, bis ich fertig und dann auch richtig wach sein würde, die Inspirations-Welle zu Ende sein würde. Also ging ich gleich los zu Stift und Papier und schrieb innerhalb von etwa 40 Minuten Ideen zu Umsetzung und gleich sechs Themen mit Inhalten auf. Es sprudelte nur so und ich war begeistert. Vor allem habe ich endlich verstanden, warum ich an freien Morgenden stundenlang im Bett liegen und sinnieren konnte! Ich hatte vorher keine Ahnung gehabt, dass DAS meine inspirierte Tageszeit war, die ich einfach nutzen konnte!

Auch wenn es bis zum tatsächlichen ersten veröffentlichten Blog aus zeitlichen Gründen noch ein paar Wochen dauern sollte, war doch der Startschuss gefallen.

Als ich begeistert einer Freundin von meinem neuen Projekt erzählte, fragt sie mich erstaunt: "Schreibst du denn gerne??" Ich antwortete: "Ich weiß es noch nicht. (Pause) - Aber ich glaube, ich bin gut darin."

Inzwischen weiß ich, dass ich gerne schreibe, in meinem eigenen Stil und manchmal vielleicht etwas dramatisch. Für manche zu lang, für andere zu kurz. Aber ich mag Geschichten und ich lasse mich selbst gerne davon berühren und entführen - es ist eine Möglichkeit des Zugangs zu einer anderen Welt.

Und so hoffe ich, dass die Texte ihre Leser finden, sich ihren Weg in ihr Herz bahnen, und dass möglicherweise was Neues, Tolles, und Inspiriertes daraus entsteht.

 

Anne-Kathrin Koch

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