Warum die Frage nach dem Warum nicht hilft und was du stattdessen tun kannst

09.03.2022 von Anne-Kathrin Koch

Verzweifelst du mit dir selbst?

Ich arbeite immer wieder mit Menschen, die an der Warum-Frage verzweifeln:

  • Warum bin ich schon wieder in diesem Loch gelandet?
  • Warum muss ich mich immer wieder aufraffen?
  • Warum hört es denn nicht auf?
  • Warum werde ich nicht besser oder lerne daraus?
  • Warum ist es so mühsam?
  • Warum halten die guten Phasen nicht an?
  • Warum sterben Idioten nicht aus?


Wenn du dich darin wieder erkennst und dich selbst manchmal mit diesem Warum quälst, dann ist dieser Blog-Artikel für dich.


Warum das Warum nicht hilft

Ich arbeite durchaus gerne in der Tiefe und ich finde es auch hilfreich, Ursachenforschung zu betreiben und Themen an der Wurzel zu packen. Doch es gibt diese Momente, - nämlich dann, wenn wir eh schon am Boden liegen - in denen genau diese Frage nach der Ursache nicht nur nicht hilfreich ist, sondern unsere Mühen, unser Leiden und unser Steckenbleiben tatsächlich verstärkt.

Es wäre so, als ob du - mit Salatblätter zwischen den Zähnen und riechenden Achseln - fragen würdest: Warum muss ich meine Zähne schon wieder putzen? Warum habe ich schon wieder Körpergeruch entwickelt, obwohl ich doch gestern erst duschen war?

Natürlich gibt es auf diese Fragen biologische Antworten, doch sind sie wirklich hilfreich? Wäre es nicht einfacher, die Zähne einfach wieder zu putzen und einfach noch einmal zu duschen - und zwar ohne vorher einen Ententanz hingelegt zu haben?

Was du dich statt dessen fragen kannst

Es kommt der Punkt, an dem wir uns durch unsere Fragen nach dem Warum unnötig quälen und Zeit und Energie verschwenden - Zeit und Energie, die wir stattdessen darauf verwenden könnten, zu genesen, uns zu erholen, und zu schauen, dass wir wieder auf Kurs finden.

Sch… drauf, warum du schon wieder im Loch gelandet bist. Viel wichtiger ist doch:

  • Wie kommst du jetzt wieder raus?
  • Was wäre jetzt hilfreich für dich?
  • Was musst du tun, um deinen hübschen Hintern wieder ins angenehmere Fahrwasser zu bringen?

Also stell dir nicht die Fragen, die im Gestern nach Ursachen suchen, sondern die, die dir helfen, im Heute Lösungen (er)finden.

Mögliche erste Schritte Richtung Lösung

  • Braucht es zum Beispiel die Kraft der Entscheidung?

  • Braucht es Barmherzigkeit mit dir selbst?

  • Braucht es eine konstruktive innere Haltung?

  • Braucht es ein bisschen frische Luft oder etwas Bewegung?

  • Braucht es Unterstützung von einem Therapeuten oder Coach?

 

Die Kraft deiner Entscheidung

Fest steht: Du kannst dich nicht mit dem Warum von gestern quälen und gleichzeitig im Heute konstruktiv nach Lösung und Fortschritt Ausschau halten.

Es ist ein entweder-oder.

Und ja, manchmal ist es leichter, zu leiden und sich im eigenen Elend suhlen, obwohl es unbequem ist.
Doch was willst du?

Dich quälen oder wieder aufstehen? Leiden oder wieder Baby-Schritte auf Kurs machen? Jammern oder einfach noch einmal Zähneputzen?

Natürlich ist es nicht so einfach. Aber was willst du?

Erst, wenn du wieder deinen inneren Boden gefunden hast, wieder tief atmen und klar denken kannst, erst dann kann es Sinn machen, mit Neugier zu forschen, was es braucht, um gar nicht erst zu stolpern. Doch solange du am Boden liegst, ist das Warum eigentlich egal, Hauptsache, du weißt, wie du wieder aufstehst.

Du entscheidest selbst, ob du dir dir die Frage nach der Ursache oder die Frage nach der Lösung stellst. Daher entscheide bewusst.

Du bist ok

Falls du eine Erinnerung an das Mensch-Sein brauchst, lies auch meinen Artikel "Haben Therapeuten noch Probleme?"

Vielleicht ist dir auch das eine Hilfe, dein Menschsein anzuerkennen, gnädig mit dir zu sein, einfach weiter zu atmen... und wieder aufzustehen!


Konntest du dir von diesen Gedanken etwas rausnehmen? - Wenn ja, teile diesen Artikel bitte großzügig.

Und wenn du überlegst, ob eine Zusammenarbeit mit mir in Form von Coaching Sinn machen könnte,

-> buch dir dein kosten-freies Start-Gespräch,

bei dem wir das klären. Und wenn es passt, legen wir noch im Start-Gespräch mit einem ersten Werkzeug los und steigen zeitnah ins Coaching ein.

Alles Liebe und frohes wieder-aufstehen :-)
Anne-Kathrin

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