Teamgeist und Erfolg

15.07.2014 von Anne-Kathrin Koch

"Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile" wusste schon Aristoteles, und unsere Gesellschaft ist gerade dabei, sich zu dieser Bewusstheit hin zu entwickeln. Peu à peu fängt die Idee von Teamgeist an, alte Muster von Rollen, Pflicht-Erfüllung und Konkurrenz abzulösen. Wenn du willst, dass es schneller geht, leiste deinen Beitrag, indem du dich in deiner persönlichen Entwicklung dort hinbringst. Denn Teamgeist ist eine innere Einstellung und Fähigkeit, die man sich zu eigen machen kann (siehe auch die Blogs über Führungskompetenz Teil I und Teil II).
Heute möchte ich den Bezug herstellen, inwiefern Teamgeist und Erfolg zusammenhängen, und da Fußball während WMs und EMs meine Welt ist, nehme ich doch dieses Beispiel. An alle Nicht-Fußball-Fans: vergebt mir und lest trotzdem weiter Zwinkernd

Das Finale war nicht unbedingt das schönste Fußball-Spiel, aber es war spannend. Argentinien hatte ein tolles Turnier gespielt, ihre starke Abwehr hat mich beeindruckt, und dass es kein Leichtes werden würde wie gegen Brasilien war ja klar. Während des Spiels beobachtete ich die Dynamiken und die Energie: es waren Wellenbewegungen, mal hatte eine Mannschaft die Oberhand, mal die andere. Der Kommentator sank zeitweise in unglaublichen Pessimismus ab, im Zusammenspiel zwischen Spielern und Fans gab es auch einige Tiefs, und ich bemerkte auch bei mir ein paar Dinge:

Zum einen ertappte ich mich dabei, dass ich positiv und unterstützend auf die Mannschaft reagierte, wenn sie "es anging", aber eher still wurde, wenn nicht so viel geschah. Ich erkannte meine Erwartungshaltung und meine Re-aktion - statt pro-aktiv zu sein und sie gerade dann zu unterstützen, wenn sie offensichtlich Unterstützung brauchten. Also entschied ich mich neu.

Zum anderen fühlte ich Zweifel in Bezug auf den Erfolg. Sie waren soweit gekommen - aber würden sie es über die Ziel-Linie schaffen? Oder würden sie sich sabotieren und kurz vorher abbiegen? Ich erkannte Parallelen in meinem Leben. Wie oft schon hatte ich, aus Angst, alles zu haben, mir den vollen Erfolg, den Pokal, verwehrt und mich mit Platz 2 begnügt. Wie oft schon war ich gut, aber nicht die Beste, obwohl ich sie hätte sein können. Wie oft schon hatte ich mich zurückgehalten, um bloß nicht im Mittelpunkt zu stehen und der Star zu sein. Und jetzt schaute ich zu, wie "mein Team" dabei war, den gleichen Fehler zu machen. Autsch. Wieder änderte ich meine Meinung. Ich öffnete mein Herz und mein Bewusstsein, und ich war bereit, Erfolg für mich in einem Ausmaß zu empfangen und anzunehmen, dass es sogar diesen Spielern auf dem Platz helfen würde. Wir sind alle verbunden, und mit allem Guten, was wir uns erlauben und für uns in Besitz nehmen, helfen wir allen anderen, das Gleiche zu tun.

Sie fielen hin, sie steckten ordentlich ein, aber sie standen wieder auf. Für ihr Team. Schweinsteiger war dabei das beste Beispiel. Und ich glaube, der eigentliche Grund, weshalb sie am Ende doch gewonnen haben, war genau das: Teamgeist. Sie hatten einen Funken mehr Teamgeist als die Argentinier, deren Mannschaft zumindest in den Gesprächen nur aus Messi zu bestehen schien. Und Teamgeist ist immer stärker. Teamgeist kompensiert sogar Technik. Teamgeist heißt auch, dass jeder einzelne sein absolut Bestes gibt und dabei über sich selbst hinauswächst, damit sein Team gewinnen kann. Daher kommt auch das Gefühl von Gewinnen: von unserem vollen Einsatz. Wenn wir nur 90% geben und äußerlich gewinnen, fühlen wir uns nicht ganz als Gewinner. Aber wenn wir alles geben, wie bei der WM 2006, fühlen wir uns als Gewinner, auch wenn wir äußerlich verloren haben.
Ein Neuer allein hätten das Ding nie rocken können. Aber jeder einzelne hat geholfen und sich eingebracht und reingeschmissen, wo er konnte; für den Erfolg des Teams. Und das Ergebnis gibt ihnen Recht.

Genau diesen Teamgeist werde ich auch in meiner nächsten Steps-to-Leadership Gruppe wieder einbringen! Jeder erlernt sein Handwerk, aber dann spielen wir für das Team und beflügeln uns gegenseitig. Wenn du willst, sei dabei.

Deine Mannschaft in deinem Leben braucht dich! Ihr Erfolg ist davon abhängig, dass DU dein Bestes gibst - nämlich DICH SELBST! Sie können nicht gewinnen, wenn du kurz vor der Ziel-Linie abbiegst, nur weil dich dein Ego gepackt hat. Also steh wieder auf, versorge deine Wunden, und dann ab auf den Platz, zum Spiel eures Lebens!

 

Anne-Kathrin Koch

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