Loslassen leicht(er) gemacht

22.01.2015 von Anne-Kathrin Koch

Während ich dies schreibe, sitze ich am Strand in der Hotel-Anlage auf Hawaii, wo unsere jährliche internationale Psychology of Vision Trainer Konferenz stattgefunden hat. Es sind bestimmt 28 Grad, die Sonne scheint, ein angenehmes Lüftchen weht, die Palmen wiegen sich im Wind, das Meeresrauschen paart sich mit dem des Wasserfalls, die Vögel zwitschern und setzen sich auf die Strandliegen, in der Hoffnung, ein paar Essenskrümel zu erhaschen, die Forellen springen, und zwischendurch kommen Schildkröten vorbeigeschwommen. Wenn ich Glück habe, zeigen sich mir später noch ein paar Wale, die hier gerade reisen. Es ist ein Erholungs-Tag aus dem Bilderbuch und genau das, was mein Körper und ich nach diesem intensiven Training brauchen.

In ein paar Stunden sitze ich im Flieger für die 30+ Stunden Rückreise ins kalte, nasse Deutschland. Es heißt dann also Abschied nehmen und loslassen.

Einer meiner "Tricks", der Schmerz im Loslass-Prozess, sei er groß oder klein, erleichtert und verwandelt, ist folgender:
Wenn es weh tut, wenn es uns vielleicht sogar das Herz bricht, oder wenn es einfach nur schwerfällt, zieht sich unser Herz zusammen und wird eng. Es fühlt sich an, als ob uns etwas wider unseren Willen genommen oder angetan wird oder wurde. Und das tut weh. Diese Gefühle können ewig anhalten, wenn wir nicht loslassen, und sie halten gleichzeitig auch unser Leben an.

Doch in diesen Momenten kannst du dein Erleben verwandeln, indem du den Ort, die Situation oder Person segnest. Wünsche ihr von Herzen das Beste, respektiere ihren Weg, danke ihr und schicke ihr all deine Liebe.

Lieben öffnet dein Herz. Und es heilt deinen Schmerz. Schicke deine Liebe so lange, bis du nur noch Liebe fühlst. Festhalten und vermissen machen dein Herz eng und das tut weh, deshalb ist es keine echte Liebe. Echte Liebe befreit und beflügelt, sie macht DICH frei, während du dich weiterhin verbunden fühlst. Daran kannst du sie erkennen.
(Wenn du mehr darüber lernen willst, empfehle ich das Buch "Wenn es verletzt, ist es keine Liebe" von Chuck Spezzano. Oder du kannst es von mir in meinen Kursen lernen.)

Segne dir dein Herz aus der Seele. Wünsche der Situation oder Person das Beste. Danke ihr. Und schau dir vielleicht nochmal die Szene aus dem Film "Eat, Pray, Love" an, in der sie in Indien mit ihrem Ex-Mann tanzt und innerlich Frieden schließt:
Er: "Aber ich liebe dich immer noch." Sie: "Dann liebe mich". "Aber ich vermisse dich." "Dann vermisse mich. Schick mir Liebe und Licht, wenn du an mich denkst, und dann lass los. Es wird nicht ewig so sein. Nichts ist ewig".

 

Das ist für mich das Heilungs-Prinzip des Loslassens in Aktion: zum einen müssen wir ehrlich zu uns sein, mit dem wie wir uns fühlen. Es ist ok, zu vermissen oder sogar zu trauern. Doch gleichzeitig bleibe nicht darin stecken, sondern liebe, segne und danke bis der Schmerz vollständig verwandelt ist und du nur noch Liebe, Segen und Dankbarkeit fühlst. Und wenn die nächste Schicht auftaucht, segne wieder, danke und liebe, bis nur noch das übrig ist.

 

Herzliche Aloha-Grüße

Anne-Kathrin Koch

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