Liegt es an dir, wenn es schief läuft?

29.05.2019 von Anne-Kathrin Koch

Vor kurzem habe ich mit einer Frau gearbeitet, die feststellte, dass Dinge, seit sich intensiv mit ihrer eigenen Entwicklung und dem Aufräumen innerer Themen beschäftigt, schlimmer zu werden scheinen. Und sie fragte sich und mich, ob sie vielleicht etwas falsch mache.

Wenn auch du diese (Erst-) Verschlechterung schon einmal bemerkt hast oder dir die gleiche Frage stellst, dann ist der heutige Blog-Beitrag für dich!

Den Begriff „Erstverschlechterung“ kennst du vielleicht auch aus der Homöopathie: Man fängt an, zu behandeln, und statt dass es besser wird, wird es erstmal schlechter. Und dies ist tatsächlich ein Zeichen von Fortschritt und Veränderung.

Und genauso kann es dir auch bei Coaching, Therapie oder Selbst-Erfahrung gehen:
In dem Moment, indem wir anfangen, hinzuschauen, werden die Dinge deutlicher, bewusster und dadurch präsenter. Und außerdem freut sich deine Seele und nutzt ihre Gelegenheit, dir Dinge zu präsentieren.  ;-)

Dies geschieht nicht, weil du etwas falsch machen würdest oder weil Psychotherapie oder Persönlichkeits-Entwicklung "schädlich" wären. Im Gegenteil. Was sich zeigt, war vorher schon da, aber vielleicht nicht so sichtbar. Es zeigt dir auf, dass du mutig genug warst, dich deinen Themen zu widmen.

Zweifel oder auch sogar Schuldgefühle sind nur eine Falle des Egos, und auch sie sind Teil und Zeichen von Fortschritt.


Auch ich kenne natürlich dieses Phänomen aus meiner eigenen Erfahrung. Ein Gedanke, der mich immer wieder beruhigt hat, war:

Es kann nichts zum Vorschein kommen, was nicht sowieso schon da ist.

Durch Psychotherapie werden keine neuen Probleme geschaffen, sondern alte, bislang verdrängte oder unbewusste Themen werden ans Tageslicht befördert, damit sie transformiert und geheilt werden können.

Es kommt nichts an "blödem Zeugs" rein, sondern das "blöde Zeug", das bereits drin ist, kommt nach oben und raus.

In meiner Erfahrung hat diese intensive Zeit der „Verschlechterung“ - trotz Fortschritten und ermutigenden Erlebnissen - eine Weile angedauert. Doch irgendwann kam ein Punkt, an dem ich gemerkt hab, dass ich irgendwie graduiert hatte und auf einer neuen Ebene angekommen war. Nach einigen Jahren intensiver Aufräum-Arbeit hatte ich ein neues Plateau erreicht, welches in sich eine gewisse Grundstabilität hat.


Seit diesem Graduieren sind bereits neun Jahre vergangen, und ich kann nicht sagen, dass ich keine Herausforderung oder Probleme mehr hätte.

Herausforderungen und Probleme sind Teil des Lebens und Teil des Wachstumsprozesses.

Denn, mal ehrlich: Würdest du dich wirklich weiter entwickeln, wenn dich nicht irgendein Thema dazu veranlassen würde? Ohne Krisen, ohne Herausforderungen gibt es auch kein Wachstum…


Dennoch ist für mich etwas grundlegend anders geworden, nämlich meine Fähigkeit, mich immer wieder zu zentrieren, und mich leichter und schneller durch die Prozesse hindurch bewegen zu können.

D.h. mein innerer Muskel, um zu mir selbst, zu meiner Mitte und zur Liebe zurückkehren, ist kraftvoll und stark und wird jedes Mal, wenn ich ihn gebrauche, noch stärker und kraftvoller.

Und weil es inzwischen so viel leichter geht und ich darin flexibel geworden bin, deshalb erlebe ich Probleme und Herausforderungen anders als früher.


Eigentlich ist es wie Zähneputzen:
Zähneputzen gehört zu unserem Leben dazu. Und nur, weil du morgens Zähne putzt, obwohl du sie erst am Abend davor geputzt hast, heißt es nicht, dass du über Nacht irgendetwas falsch gemacht hättest.

Und im Gegensatz zu dir als kleines Kind, als du vielleicht keine Zähne putzen wolltest und einen Aufstand geprobt hast, lässt du heute das Drama weg und putzt einfach deine Zähne.

Die Sache ist die Gleiche, doch das Erleben ein komplett anderes.

Das ist, was geschieht, wenn wir gut in Transformation werden:
Herausforderungen bleiben, aber sie können uns nicht mehr so viel anhaben, weil wir Werkzeuge gelernt haben, um sie zu verwandeln, früher davon Gebrauch machen und dadurch unsere Zeit des Leidens erheblich verkürzen.


Daher meine Einladung an dich:

Wenn das nächste Thema oder die nächste Herausforderung auftaucht, erinnere dich daran, dass dies eine neue Gelegenheit ist, deinen inneren Muskeln zu stärken und noch besser darin zu werden, immer wieder zu deinem Herzen und zur Liebe zurückzukehren.

Wie würdest du die Herausforderung dann erleben?


Wenn du Freunde hast, die sich selbst manchmal in Frage stellen, leite diesen Blog bitte an sie weiter, damit auch sie sich erinnern mögen, dass sie nicht kaputt sind und nicht unbedingt etwas falsch machen, sondern eine Gelegenheit haben, ihren Transformation-Muskeln zu stärken.

Und wenn du in diesem Prozess persönliche Unterstützung von mir möchtest - denn mit Freunden und mit Unterstützung geht es tatsächlich leichter - melde dich bei mir und wir schauen, wie eine Zusammenarbeit passen könnte.

Danke für dein Interesse und dein Engagement für dich selbst!


Alles Liebe,
Anne-Kathrin

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