In drei Schritten von Stress zu Herz und Intelligenz

10.04.2015 von Anne-Kathrin Koch

Heute morgen bin ich nach einer Nacht mit vielen wilden Träumen mit einem ziemlich hohen Stress-Pegel aufgewacht. Meine ganzen to-do's hatten mich eingeholt, ließen mein Hirn surren und mein Nervensystem auf Hochtouren laufen.

Wie jeden Morgen schlug ich meine heutige Übung aus Ein Kurs in Wundern auf, um sie zu lesen und anzuwenden, denn sie gibt mir einen gestärkten Start in den Tag und ermöglicht einen reibungsloseren und sanften Ablauf.

Normalerweise jedenfalls. Heute konnte ich mich noch nicht mal auf das Lesen konzentrieren. Getreu dem Motto "Störungen haben Vorrang" fing ich also an, in meiner Werkzeugkiste nach Möglichkeiten zu kramen, die mir jetzt helfen könnten, mich zu beruhigen. Und so ging ich es an (wenn du es selbst auch gebrauchen kannst, mach gleich mit!):

Schritt 1: dem Stress für einen Moment erlauben, dass er da sein darf.
Atme. Es ist ok. Für einen Moment kannst du im und mit dem Stress entspannen, indem du ihm die Erlaubnis gibst, dass er da sein darf, weil er sowieso da ist. Für einen Moment. Wenn du aufhörst, gegen ihn zu gehen, dem Stress nicht mit Gegen-Stress, sondern mit Annahme begegnest, fängt er an, sich aufzulösen. Es ist ein Paradox, aber es funktioniert. Nutze es.

Schritt 2: Aufzug fahren.
Dann stell dir vor, zwischen deinem Kopf (wo der Stress stattfindet) und deinem Herzen (wo unser Zentrum, unser Ruhepol und damit auch unsere Intelligenz sind) gäbe es eine Verbindung, ein Verbindungskanal, wie bei einem Aufzug. Und genau wie bei einem Aufzug zweifelst du nicht an der Technik oder steigst erst ein, wenn du jeden Aspekt der Mechanik verstanden hast, nein, du steigst einfach ein und drückst auf den Knopf der Etage, zu der du willst. Das gleiche machst du hier. Im Moment bist du in der Etage Kopf, wo der Stress ist, und jetzt drückst du auf den Knopf Herz, und lässt dich herunterfahren. Es ist ein dich-sacken-lassen in dein Herz, während der Stress oben stehen bleibt. Lass dich sacken, fahre in dein Herz. Habe die Absicht und die Gewissheit, dass der Aufzug weiß, was er tut. Manchmal braucht es einen Moment, aber wenn du es ein paar mal gemacht hast, ist es ganz einfach, und v.a.: es entspannt. Der Stress kann sein, wo er will, aber du bist für einen Moment wo anders.

Schritt 3: Herzensbrücke bauen
In deinem Herzen angekommen baue in deiner Vorstellung eine Herzensbrücke zu den Herzen in deinem Umfeld. Wie bei einem Spinnennetz sind wir alle miteinander verwoben und verbunden, keiner ist so allein oder abgekoppelt, wie wir uns im Stress erleben. Stress macht uns innerlich eng, unser Gehirn verkrampft und wir können nicht gut denken. Verbindung hingegen entspannt und dehnt uns aus. Sie öffnet uns, lässt uns fröhlicher werden, klare Gedanken fassen und damit intelligenter handeln. Verbindung mit unserem eigenen Herzen und gleichzeitig auch mit unserem Umfeld hält uns tatsächlich bei Verstand.

Nachdem du diese drei Schritte (und es braucht alle drei, auch in dieser Reihenfolge) durchlaufen und angewandt hast- wie geht es dir jetzt? Was macht dein Stress-Pegel?

Wiederhole die Übung bei Bedarf, und wenn du bei dir selbst angekommen bist und wieder gut atmen kannst, dann wende dich mit dieser Perspektive der ursprünglichen Situation zu, und mit der Intelligenz deines Herzens, schau und fühle, welche Handlung jetzt Sinn macht und wirklich hilft.

 

Anne-Kathrin Koch

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