Diesen "Streit" wollen wir streiten

10.11.2021 von Anne-Kathrin Koch

Kennst du das in Beziehungen: am Anfang einer Beziehung sind wir großzügig mit unserer Zeit, unserer Zuneigung und unserer Unterstützung. Doch irgendwann kommt der Geiz und wir fangen an zu feilschen: Wir fangen an, uns darüber zu streiten, wer wie viel oder auch wie wenig z.B. im Haushalt mithilft oder den anderen unterstützt.

Dabei landen wir im klassischen Machtkampf, bei dem es unterm Strich darum geht, wer wessen Bedürfnis zuerst erfüllt, sprich wer zuerst seinen Beitrag leistet und sich kümmert.

Was aber wäre, wenn du stattdessen einen anderen Streit streiten würdest, nämlich der Streit darüber, wie viel jemand macht.

Zum Beispiel: "Lass mich die Spülmaschine ausräumen, du hast doch bereits die Wäsche gemacht." - "Ja, aber du hattest auch schon das Bad geputzt, daher kann ich doch jetzt auch mal die Wäsche machen."
Sowas in der Art.

D.h. ein "Streit", bei dem wir eigentlich die Großzügigkeit des anderen anerkennen und den anderen unterstützen wollen.


Um die Wendung von dem "Streit wegen Geiz" hin zu "Streit wegen Großzügigkeit" zu schaffen, braucht es eine wichtige Voraussetzungen:

Du kannst nicht über die Großzügigkeit des anderen "streiten", wenn du selbst alles machst. D.h. es setzt voraus, dass du aufhörst, alles zu machen, dich aufzuopfern und alle Last auf deinen Schultern zu tragen – und dich dann zu beschweren, dass der andere nicht mithilft.

Es scheint paradox, natürlich fühlen wir uns im Recht, wenn wir dem anderen vorwerfen, zu wenig zu machen. Doch tatsächlich kann der andere nur dann zu wenig machen, solange wir dafür kompensieren und seinen Teil auch noch übernehmen.

Erst, wenn wir uns selbst wieder in unseren Spielraum zurückziehen und vielleicht für ein Moment aushalten, dass der Wäscheberg sich türmt oder der Müll überquillt, und wir dem anderen die Chance geben, auch sowas zu bemerken, erst dann geben wir dem anderen Raum, seinen Beitrag zu leisten.

Das klingt paradox, und natürlich lade ich dich wieder ein, mir nicht nur zu glauben, aber es zu testen und damit zu spielen.

Ich kann jedenfalls sagen: diese Art "Streitens" macht Spaß! :-)


Alles Liebe,
Anne-Kathrin

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