Die Kunst der Ebenbürtigkeit - Teil II

29.08.2014 von Anne-Kathrin Koch

Ebenbürtigkeit ist DEINE Fähigkeit, die du dir erschließen kannst, sie ist nicht abhängig von der Fähigkeit deines Gegenübers. Wenn du dem anderen ebenbürtig begegnest, und das kannst du, wenn du es willst, wird sich diese Beziehung zu einer ebenbürtigen hin verändern. Gleichermaßen wird deine Fähigkeit zu Ebenbürtig angehoben und ausgebaut, wenn du in Kontakt mit jemandem gehst, der dir in dieser Hinsicht ein paar Schritte voraus ist. Und so helfen wir uns gegenseitig, mehr und mehr in unsere wahre Kraft und dann auch in Führungskraft zu kommen.

Wenn wir anfangen, über Ebenbürtigkeit zu lernen und uns dorthin entwickeln, gibt es eine Falle, über die sich unser Ego freut. Sie heißt: "Ich mach mich klein, dann passt das schon". Das heißt, um "Ebenbürtigkeit" zu finden, passen wir uns an, halten uns zurück, sind nett und quetschen uns rein.

Das ist natürlich nicht Ebenbürtigkeit, sondern Anpassung. In der Ebenbürtigkeit gehst du in deine Kraft und dann baust du die Brücke zum anderen und hilfst ihm, in seine Kraft zu kommen. Durch diese Brücke vermeidest du, dass dein "in deine Kraft gehen" in Unabhängigkeit und Hartherzigkeit umschlägt. Dabei ist es nicht die äußere Form des Handelns, die ausschlaggebend ist, sondern die innere. Du kannst dich äußerlich abwenden, doch es hängt davon ab, ob du innerlich die Verbindung hältst oder nicht, damit es sich zum Guten wendet.

Im ersten Teil der Gedanken zur Ebenbürtigkeit hatte ich dir eine kleine Übung versprochen. Hier ist sie, und wenn du magst, probiere sie jetzt aus:

Zunächst denke an jemanden, den du magst, und lass ihn vor deinem inneren Auge in einem dir angenehmen Abstand gegenüber stehen. Stell dir vor, es gäbe zwischen euch eine Verbindung von Herz zu Herz, eine Brücke der Freundschaft. Stelle fest, ob du deinem Gefühl nach eher zu der Person hochschaust, oder eher auf sie herab. Vielleicht ist die gefühlte Unter- oder Überlegenheit nur sehr gering, überprüfe und erspüre den Status Quo.

Dann hab die Absicht, dich mit der Person komplett ebenbürtig werden zu lassen, mit ihr auf Augenhöhe zu sein, unabhängig von äußeren Positionen oder Status. Lass dich dafür innerlich etwas wachsen oder "gesund schrumpfen", bis du euch als völlig gleich-wertig betrachten kannst und eure Herzverbindung horizontal im Blei ist. Manchmal braucht es einen Moment, bis es sich innerlich "eingependelt" hat, aber deine Absicht wird dich dort hinbringen. Erinnere dich: ohne Kleider seid ihr beide nackt.

Wenn das gelingt - und manchmal, gerade, wenn der Gedanke neu ist, gelingt es vielleicht nur für einen Augenblick, aber immerhin - bemerke, wie du dich innerlich stärker fühlst und auch der andere vor deinem inneren Auge stärker geworden ist. Ebenbürtigkeit ist immer stärker als Unter- oder Überlegenheit.

Spiele damit, bis du dich wohlfühlst.

Für Ehrgeizige gibt es dann einen zweiten Teil zu dieser Übung, nämlich mit jemandem, mit dem du manchmal Mühe hast. Schaue die Person innerlich an, schaue durch die Probleme und Schwierigkeiten hindurch und erinnere dich, dass ihr beide einfach Mensch seid, ohne Kleider beide nackt, und euer Sarg hat die gleiche Größe. Und dann bau eine Brücke aus Licht, von Herz zu Herz, von Mensch zu Mensch, und schau, wie sich deine Wahrnehmung und dein Gefühl in Bezug auf diese Person verändert. Wenn du erfolgreich diese Herzensbrücke baust und dich nicht mehr mit den Hin und Her des Drüber und Drunter zufrieden gibst, wirst du den ersten Schritt zu deiner Ebenbürtigkeits-Kompetenz und zu Erfolg in dieser Beziehung gemacht haben. Herzlichen Glückwunsch!

 

Anne-Kathrin Koch

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