Der Drache und der Schatz

20.06.2015 von Anne-Kathrin Koch

Im Moment unterrichte ich meinen Kompakt-Kurs "Das ABC erfolgreicher Beziehungen". An unserem letzten Treffen waren typische Fehler und Fettnäpfchen unser Thema, und obwohl die Vorfreude darauf sich meistens in Grenzen hält, ist die Nachfreude über Erkenntnisse und Fortschritte umso größer.

Ein verborgener Aspekt, den wir anschauten, war Verleugnung. Verleugnung zeigt sich meist in der Art, dass wir uns von dem Problem und von unserem Partner innerlich distanzieren, meinen, wir hätten nichts damit zu tun, es sei ganz allein sein Problem, und deshalb müsse er etwas ändern, und wir könnten nichts ändern. Damit fühlen wir uns ärgerlich, machtlos, hilflos, abhängig oder frustriert. Und natürlich versuchen wir, den anderen zu ändern. Er solle mal Therapie machen. Oder ein schlaues Buch lesen. Oder einfach mal auf dich hören.

Klingt vertraut?

Und wenn/weil es nicht funktioniert, geben wir irgendwann resigniert auf.

In dieser Haltung verleugnen wir zwei Dinge: zum einen das Problem, zum anderen die Lösung.

Wenn du meinst, du hättest mit den Problemen deines Partners nichts zu tun, bleibst du handlungs-unfähig, es fühlt sich bescheiden an und dem anderen hilft es auch nicht. Ihr steckt beide in der Falle.

Wenn du aber in Erwägung ziehst, dass du irgendetwas damit zu tun haben könntest (ohne schlechtes Gewissen!), dann erweiterst du deinen Horizont und öffnest innerlich Türen zu (d)einer Weisheit, die ansonsten verborgen bleiben würde.

Schau, das Problem ist wie ein Drache. Und solange du dich beschwerst oder deinen Partner reparieren willst, kämpfst du mit dem Drachen. Es ist erschöpfend und führt zu nichts.

Wenn du aber erkennst, dass der Drache einen Schatz verdeckt, und das wirklich seine einzige Funktion ist, die in Staub zerfällt, wenn du statt dem Drachen dem Schatz deine Aufmerksamkeit widmest..... Dann wird alles anders und du fängst an, Teil der Lösung zu werden.

Der Schatz sind deine möglicherweise noch unerkannten Fähigkeiten und Kompetenzen, deine inneren Gaben, deine inspirierten Einfälle und dein intelligentes Handeln, die du ebenfalls verleugnest, wenn du glaubst, du hättest mit dem Problem nichts zu tun.

Machen wir es praktisch:

  1. Betrachte einen "Drachen", ein Problem in deinem Leben. Schaue es an, und schaue hindurch.
  2. Ziehe in Erwägung, dass dieses Problem nur dazu dient, deine Begabungen zu verbergen. Je größer das Problem, umso größer auch das Geschenk, das in Besitz genommen werden will.
  3. Entscheide, ob du a) Teil des Problems oder b) Teil der Lösung werden möchtest.
  4. Wenn du a) gewählt hast, wähle neu.
    Wenn du b) gewählt hast: Gehe durch das Problem hindurch und finde den Schatz, finde deine Begabung und deine Kompetenz. Was könnte sie sein? Welche Farbe hat das Geschenk? Mach dein Geschenk wichtiger als den Drachen, packe es in deinem Herzen aus und lasse es in dich hinein fließen.
  5. Wenn du von dem Geschenk und seiner Farbe ganz erfüllt bist, lasse sie überfließen zu deinem Partner oder die Situation, und lass dir in den Sinn kommen, wie du jetzt auf der äußeren Handlungsebene eine konstruktiven Beitrag einbringen könntest.

Wenn du dich nach dieser Übung besser und kraftvoller fühlst, teile sie mit mindestens drei Menschen, die auch ein paar Schätze gebrauchen könnten. Teile in den Kommentaren mit, welches Geschenk du empfangen und in Besitz genommen hast, damit wir alle noch ein bisschen reicher werden können.

Anne-Kathrin Koch

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