Das Spiel mit dem Fokus

20.06.2018 von Anne-Kathrin Koch

Das Spiel mit dem Fokus

Unsere Wahrnehmung und wie wir Dinge erleben ist niemals objektiv, sondern gefiltert von unseren früheren Erfahrungen, Bewertungen, Glaubenssätzen und unserer inneren Haltung.

Zum Beispiel ist für den einen das Glas halb voll, für den anderen halb leer. Derjenige, der das Glas als halb voll betrachtet, fühlt sich entsprechend reich, zufrieden, optimistisch und sieht der Zukunft positiv entgegen.
Während derjenige, für den das Glas halb leer ist, oftmals die schönen Dinge gar nicht bemerkt, innerlich träger ist und sich viel schwerer damit tut, Möglichkeiten und Lösungen zu finden.

Es hängt also nicht von den Umständen per se ab, sondern worauf du den Fokus lenkst.

 

Hier ist ein simpler Vergleich mit deinen eigenen Händen:
Wenn du deine Hände einmal so hältst wie ich auf diesem Foto, hast du die Möglichkeit, deinen Blick auf die vordere Hand zu lenken. Dadurch siehst du die ganzen Details deiner vorderen Hand, sie ist von deinem visuellen Fokus also scharf gestellt, während deine hintere Hand zwar sichtbar ist, aber etwas verschwommen.

Dann ändere deinen Fokus und lenke deinen Blick auf deine hintere Hand. Natürlich wird sie teilweise von deiner vorderen Hand verdeckt sein, doch bemerke, wie viel du dennoch erkennen kannst, und wie deine vordere Hand dadurch unscharf wird und in den Hintergrund rückt.


Dieses Bild kannst du auch auf Probleme und Lösungen anwenden. Deine vordere Hand sind die Probleme, die Hürden, die Herausforderung und alle Dinge, die nicht so laufen, wie du sie gerne hättest.
Wenn du darauf den Fokus lenkst, werden die Lösungen und Möglichkeiten deiner hinteren Hand nicht deutlich werden.
Wenn du jedoch die Hürden bemerkst, aber deinen Fokus Richtung Lösung lenkst, wird dein Glas eher halb voll sein, und du wirst auch in schwierigen Umständen leichter leben.


Bemerke, dass du dabei nicht am verleugnen bist! Du siehst immer noch, dass es Probleme und Herausforderungen gibt, jedoch lässt du dich nicht davon abhalten, hindurch zu schauen und nach Lösung Ausschau zu halten.
Dadurch bleibst du realitätsnah und erweiterst gleichzeitig deinen Horizont, den du für kreative Wege brauchst.

Hier sind ein paar Gedanken, um das Ganze praktisch anzuwenden:

Du kannst dich über die Kollegen auf der Arbeit aufregen und darauf den Fokus lenken. Oder du kannst anerkennen, was für ein Luxus dieses Problem auf einer Ebene ist, denn immerhin hast du Arbeit.

Du kannst dich verletzt fühlen, weil dich jemand schlecht behandelt hat. Oder den Fokus auf die Menschen lenken, die dich mögen und unterstützen.

Oder: du kannst an der schlechten Leistung der Deutschen Elf verzweifeln, oder anerkennen, dass sie es überhaupt geschafft haben, im Turnier dabei zu sein.

Worauf wir den Fokus lenken wollen, ist immer unsere Entscheidung. Keiner kann sie für uns treffen, und keiner kann uns von ihr abhalten.


Welche hinderliche Situation kennst du aus deinem Leben und worauf möchtest du jetzt statt dessen deinen Fokus lenken?

Lass mich in den Kommentaren unter diesem Blog wissen und bemerke, wie es sich anfühlt, wenn du diese Horizonterweiterung wagst.

Und wenn du jemanden kennst, für den das Glas auch mal halb voll sein könnte, teile diesen Blog mit ihnen, damit auch sie mit ihren Händen und ihrem Fokus spielen können.


Alles Liebe und bis bald,

Anne-Kathrin

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